Produkt

i3D® PRO für automatisierte lokale Werkstoffkennwerte

Für viele Messpunkte, Screening, Schweißnähte, HAZ, Raster und wiederholbare Messkampagnen. Wenn lokale Werkstoffkennwerte schnell, reproduzierbar und mit klarer Punktlogik vorliegen müssen.

i3D PRO in dunkler Frontansicht
i3D® PRO als automatisierte Plattform für lokale Werkstoffkennwerte, Spannungs-Dehnungs-Kurven und strukturierte Messkampagnen.

Konstruktion

i3D® PRO

i3D PRO Frontansicht
i3D® PRO – Frontansicht
i3D PRO Seitenansicht
i3D® PRO – Seitenansicht
i3D PRO Messkopf in oberer Position
i3D® PRO – Messkopf oben

Was im Setup direkt zählt

i3D® PRO ist die Plattform für Teams, die aus vielen Messpunkten einen belastbaren, wiederholbaren Prüfablauf machen wollen. Motorisierte XY-Positionierung, Übersichtskamera, klare Punktlogik und optionale 3D-Messung reduzieren manuelle Schritte und halten auch größere Messprogramme stabil.

Das System ist deshalb besonders stark für Werkstoffscreening, Schweißnähte und Wärmeeinflusszonen, strukturierte Bauteilanalysen sowie Kampagnen, bei denen lokale Werkstoffkennwerte als Grundlage für QS, Entwicklung oder FEM-nahe Modelle gebraucht werden.

Technische Eckdaten

Punkt Beschreibung
Prüfverfahren Eindruckverfahren nach DIN SPEC 4864 für lokale Dehngrenze RIp0,2, Zugfestigkeit RIm und Spannungs-Dehnungs-Kurven.
Standardmodus Rund 72 Sekunden pro Messpunkt im automatisierten Standardablauf.
Superspeed Optionaler Modus für deutlich kürzere Messzeiten bei Durchsatz-orientierten Kampagnen.
Positionierung Motorisierter XY-Kreuztisch für Raster, Linien, Arrays und wiederholbare Punktfolgen.
Dokumentation Übersichtskamera für visuelle Punktplatzierung und nachvollziehbare Prüfprogramme.
3D-Modul Optische 3D-Messung optional für Prüfeindruck- und Topografie-Information.
Software Inverse FEM-Auswertung direkt im Workflow zur Ableitung lokaler Materialdaten.

Hauptfunktionen im Detail

Automatisierte Positionierung, Kamera und optionale 3D-Messung für strukturierte Kampagnen.

Pro-Demo anfragen
XY-Kreuztisch des i3D PRO

XY-Kreuztisch

Feature · Vollautomatische Prüfabläufe

Übersichtskamera des i3D PRO

Übersichtskamera

Feature · Prüfmuster setzen

Z-Achse des i3D PRO mit großzügigem Prüfraum

Z-Achse

Feature · Prüfraumhöhe bis zu 185 mm

Optische 3D-Messung für Prüfeindrücke und Topografie

Optische 3D-Messung

Optional · Topografie und Prüfeindruck

Typische Einsatzlogik

SCREENING

Viele Varianten geordnet vergleichen

Stark für Legierungsentwicklung, Parameterstudien und strukturierte Screening-Kampagnen mit klarer Punktlogik.

SCHWEISSZONEN

Schweißnähte und WEZ systematisch erfassen

Raster, Linien und wiederholbare Punktfolgen helfen, kritische Übergänge an Naht und Wärmeeinflusszone früh sichtbar zu machen.

FEM

Lokale Daten für Modelle aufbauen

Wenn Spannungs-Dehnungs-Kurven direkt aus definierten Zonen in Entwicklung und Simulation zurückfließen sollen.

Wann Teams nach i3D® PRO suchen

Typische Suchmuster hinter i3D® PRO sind nicht nur "Prüfgerät kaufen", sondern Aufgaben wie lokale Spannungs-Dehnungs-Kurven messen, Werkstoffscreening beschleunigen, Schweißnahtzonen lokal bewerten oder FEM-Materialdaten aus realen Bauteilzonen ableiten. Genau dafür ist Pro ausgelegt: viele Punkte, saubere Punktlogik und automatisierte Kampagnen statt einzelner Labor-Only-Prüfungen.

In Parameterstudien, Legierungsentwicklung und additiver Fertigung hilft das System, lokale Kennwerte deutlich früher in Entwicklungs- und QS-Entscheidungen zu ziehen. Aus internen Multi-Sample-Screening-Logiken ist bekannt, dass damit in wenigen Stunden sehr große Messprogramme bearbeitet werden können, für die klassische Zugversuche sonst Tage oder Wochen beanspruchen würden.

Wofür das in der Praxis relevant ist

  • Alternative zu langsamen Zugversuchsreihen bei vielen Varianten, kleinen Proben und lokalen Zonen
  • Ortsaufgelöste Bewertung von Schweißnähten, Wärmeeinflusszonen, Materialübergängen und additiven Bauteilen
  • Schnelle Rückmeldung für Werkstoffentwicklung, Prozessfenster und QS statt später Gesamtmittelwerte
  • Lokale Kennwerte für FE-Modelle, wenn Härteumwertungen oder globale Zugwerte nicht ausreichen

Welche Fragen i3D® PRO beantwortet

ZUGVERSUCH

Lokale Alternative bei kleinen Proben

Wenn klassische Zugproben zu groß, zu teuer oder für kritische Zonen nicht repräsentativ sind, bringt Pro lokale Kennwerte näher an die reale Fragestellung.

QUALITÄTSSICHERUNG

Viele Punkte statt grober Einzelwerte

Raster, Linien und definierte Messfolgen helfen, Streuung und kritische Bereiche sichtbar zu machen, statt nur globale Mittelwerte zu dokumentieren.

SIMULATION

Materialdaten aus realen Zonen

Spannungs-Dehnungs-Kurven aus relevanten Bauteilzonen sind oft wertvoller als allgemeine Datenblätter oder reine Härteumwertungen.

Was DIN SPEC 4864 und ASTM E3499 im Pro-Kontext bedeuten

Die DIN SPEC 4864 schließt die Lücke zwischen klassischer Härteprüfung und Zugversuch: einfache, lokale und automatisierbare Prüflogik mit höherer Aussagekraft als reine Härteumwertung. ASTM E3499 beschreibt die internationale Logik als indentation plastometry zur Ermittlung plastischer Spannungs-Dehnungs-Eigenschaften über inverse FEM.

Für i3D® PRO heißt das praktisch: Das System zielt auf vergleichbare Kennwerte zu Zugversuchen ab, insbesondere Streckgrenze, Zugfestigkeit und den plastischen Verlauf. Es ist stark für lokale Materialcharakterisierung, Screening und Kartierung über reale Bauteile hinweg. Gleichzeitig gilt die methodische Grenze aus ASTM E3499: Bruchdehnung und Frakturverhalten werden nicht bestimmt. Für diese Fragestellungen bleibt der klassische Zugversuch wichtig.

Welche Suchaufgaben i3D® PRO konkret abdeckt

i3D® PRO passt immer dann, wenn Teams nach einem lokalen Werkstoffprüfsystem, nach Werkstoffcharakterisierung im Labor oder nach einem System für lokale Dehngrenze und Zugfestigkeit suchen. Im Kern geht es um einen instrumentierten Prüfeindruck nach DIN SPEC 4864 / ASTM E3499, aus dem über inverse FEM lokale Werkstoffkennwerte und lokale Spannungs-Dehnungs-Kurven abgeleitet werden.

Dadurch wird Pro zur praktischen Alternative zum Zugversuch für kleine Proben, zu einer starken Plattform für Werkstoffscreening mit lokalen Kennwerten und zu einer Lösung für alle Fälle, in denen eine lokale Spannungs-Dehnungs-Kurve am Bauteil oder Werkstoffkennwerte aus instrumentiertem Eindruck wirtschaftlich verfügbar werden sollen.

Cluster, für die Pro besonders stark ist

  • Schweißnähte / HAZ / Zonen: lokale Festigkeit über Schweißnaht, HAZ-Werkstoffcharakterisierung und Dehngrenze entlang von Schweißnähten messen
  • Additive Fertigung / Screening: Qualitätssicherung für additiv gefertigte Metallbauteile, lokale mechanische Eigenschaften an LPBF-Bauteilen und Variantenvergleich in der additiven Fertigung
  • FEM / Materialmodelle: lokale Spannungs-Dehnungs-Daten für FE-Simulation, Werkstoffdaten aus Eindruckverfahren für FEM und Materialkennwerte aus kritischen Zonen ableiten

i3D® Software

Inverse FEM-Auswertung für lokale Werkstoffkennwerte und Spannungs-Dehnungs-Kurven.

i3D Software zur Auswertung lokaler Werkstoffkennwerte

Aus dem Eindruck direkt zu verwertbaren Kennwerten

Die Software führt Messung, Geometrieerfassung und inverse FEM-Auswertung in einem durchgängigen Ablauf zusammen. So entstehen aus dem Prüfeindruck lokale Dehngrenze, lokale Zugfestigkeit und Spannungs-Dehnungs-Kurven ohne Methodenbruch – belastbar für Screening, dokumentierte Serienauswertung und FEM-nahe Materialdaten.

Angrenzende Systemlogiken

i3D Eco in kompakter Frontansicht

KOMPAKTER EINSTIEG

i3D® Eco

Für Teams, die lokale Werkstoffkennwerte intern starten wollen, ohne direkt mit maximaler Automatisierung einzusteigen.

i3D Inline in einer prozessnahen Prüfumgebung

PROZESSNAHE QS

i3D® Inline

Für robotergestützte Integration, additive Fertigung und lokale Werkstoffdaten direkt im Produktionsumfeld.

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Fragen zu i3D® PRO

Was ist der Unterschied zwischen Eco und Pro?

Eco ist der kompaktere Laboreinstieg für erste interne Routinen. Pro ist die stärkere Kampagnenplattform, wenn viele Messpunkte, Raster, Linien, Schweißzonen und strukturierte Screening-Logiken mit klarer Punktlogik gefahren werden sollen.

Wann lohnt sich lokale Werkstoffcharakterisierung statt klassischer Zugversuche?

Wenn kleine Proben, reale Bauteile, lokale Zonen oder viele Varianten bewertet werden müssen, ist der lokale Eindruck häufig wirtschaftlicher und schneller als klassische Zugversuchsreihen. DIN SPEC 4864 wurde genau für diese Lücke zwischen Härteprüfung und Zugversuch entwickelt.

Welche Kennwerte werden aus dem Eindruck bestimmt?

Vor allem lokale Dehngrenze RIp0,2, lokale Zugfestigkeit RIm und Spannungs-Dehnungs-Kurven. ASTM E3499 beschreibt diese plastischen Kennwerte bis zum Bereich vor der Einschnürung. Bruchdehnung und Frakturverhalten gehören nicht zum Ergebnisraum.

Wie schnell können Screening- oder Vergleichskampagnen laufen?

Im Standardmodus sind rund 72 Sekunden pro Messpunkt realistisch. Wenn Durchsatz zählt, verkürzt der optionale Superspeed-Modus auf etwa 20 Sekunden pro Punkt. Genau dadurch wird Pro für Raster, Screening und große Vergleichskampagnen interessant.

Eignet sich das System für Schweißnähte, kleine Proben oder reale Bauteile?

Ja. Gerade für Schweißnähte, Wärmeeinflusszonen, kleine Proben und reale Bauteile ist Pro stark, weil die Punktplatzierung reproduzierbar läuft und lokale Kennwerte dort bestimmt werden können, wo klassische Zugproben unpraktisch werden.

Wie kommen die Daten in FEM oder Materialmodelle?

Die Software führt Messung, Geometrieerfassung und inverse FEM-Auswertung zusammen. Daraus entstehen lokale Spannungs-Dehnungs-Kurven und Kennwerte, die direkt in Simulation, Materialmodelle oder lokale Variantenvergleiche übernommen werden können.