Modularer Nanoindenter für Mapping, In-situ-Prüfungen und kontrollierte Umgebungsbedingungen. Echtzeitbeobachtung und schnelle Kartierung liefern verlässliche Ergebnisse – vom Labor bis zum Synchrotron.
Nanoindenter ASA für hochauflösende Nanoindentation, Mapping und In-situ-Prüfungen unter kontrollierten Bedingungen.
Einblicke zum Nanoindenter
Aufbau, In-situ und Mapping mit hoher Punktdichte
Standalone-Aufbau mit präzisen Antrieben & automatisierten Prüfabläufen.In-situ: Echtzeitbeobachtung der Verformung (z. B. Gleitereignisse, Risse).Schnelle Kartierung – z. B. Aluminium-Inconel-Grenzfläche.
Ein einheitliches System mit fortschrittlicher Technologie
Der Nanoindenter ASA bietet fortschrittliche Lösungen zur mechanischen Charakterisierung von Materialien. Die modulare Bauweise passt sich
spezifischen Anforderungen an und ermöglicht Prüfungen von extremen Temperaturen bis zur Feuchtigkeitskontrolle. Dank In-situ-Echtzeitbeobachtung
und Hochgeschwindigkeits-Mapping entstehen präzise, reproduzierbare Ergebnisse. Das System ist vielseitig einsetzbar – im REM, unter dem
Lichtmikroskop oder an Synchrotron-Strahllinien. Profitieren Sie von punktgenauer Materialprüfung und setzen Sie neue Maßstäbe in Ihrer Forschung.
„Hochgeschwindigkeits-Kartierung und In-situ-Beobachtung machen Mikrostrukturen sichtbar – vom ersten Gleitereignis bis zur Rissentstehung.“
Technische Funktionen des Nanoindenters ASA
Funktion
Beschreibung
Mapping
Hochgeschwindigkeits-Kartierung von Härte & Elastizitätsmodul mit tausenden Prüfpunkten – ideal für Gefügegradienten, Schweißnähte und Mehrphasenwerkstoffe.
Mikrozugversuche
Lokal aufgelöste Spannungs-Dehnungs-Analysen an Mikrostrukturen – geeignet für dünne Schichten, Mikrobauteile und Proben mit begrenzter Geometrie.
Mikroscratch
Haft- und Verschleißprüfung von Beschichtungen: Bestimmung kritischer Lasten, Riss-/Delaminations-Onset und tribologischer Wechselwirkungen.
In-situ
Echtzeitbeobachtung im REM, unter dem Lichtmikroskop oder am Synchrotron (inkl. XRD) – eindeutige Zuordnung von Verformungs- und Rissereignissen.
Umgebungsbedingungen
Temperaturmodule bis 1000 °C, LTM CRYO bis −150 °C, Feuchtezelle (5–95 % r. F., bis 70 °C) sowie Flüssigkeitszelle.
Hauptfunktionen im Detail
Mapping, In-situ-Analysen und modulare Umgebungssteuerung.
Hier finden Sie eine Übersicht zu den unten folgenden Abschnitten der Anwendungen mit dem Nanoindenter
In-situ
Das dargestellte Beispiel zeigt, wie in Echtzeit die Gleitebenen des Materials sich verformen und zu einem Zittern bzw. Verzahnung der Belastungskurve führen. Dies kann durch die Echtzeitbeobachtung eindeutig zur Art und Weise der Verformung des Materials zugeordnet werden. Fälschlicherweise könnte dieses Zittern ohne eine Echtzeitbeobachtung auch mit Messrauschen verwechselt werden. Auch eintretende Rissereignisse können eindeutig durch die Echtzeitvisualisierung zugeordnet werden. Die in-situ-Messungen bieten umfangreiche Informationen zur Auswertung von Materialreaktionen bei durchzuführenden mechanischen Prüfungen.
Mapping
Die hochgeschwindigkeits-Prüfung verändert die Art und Weise, wie Oberflächeneigenschaften durch Nanoindentation charakterisiert werden können. Kartierungen mit sehr hoher Geschwindigkeit und beispielloser Auflösung können durchgeführt werden. Es wird immer häufiger eingesetzt, um mehrphasige Materialien sowie Materialgrenzflächen oder Materialien mit abgestuften Eigenschaften (z.B. über eine Schweißnaht) zu kartieren. Das folgende Beispiel zeigt eine schnelle Kartierung über eine Aluminium-Inconel-Grenzfläche mit einem Diamant-Indenter.
Abb. Nanoindentation Mapping
Einsatzbereiche des Nanoindenters ASA
Der modular aufgebaute Nanoindenter ASA ist vielseitig einsetzbar und ideal für verschiedene Anwendungen in der Materialforschung.
Ex-situ: Eigenständiger Betrieb des Nanoindenters ohne andere Systeme.
Mikro-CT: Integration in Mikro-Computertomographen mit zusätzlicher Auswertungsmöglichkeit von 3D Messdten zur Charakterisierung von plastischen Spannungsdehnungskurven über i3D Technologie.
In-situ REM (SEM): Echtzeitüberwachung durch Montage im Rasterelektronenmikroskop.
In-situ Lichtmikroskop: Kostengünstige In-situ-Prüfung unter einem optischen Mikroskop.
In-situ Synchrotron, XDR: Kompatibel mit Synchrotron-Strahllinien für umfassende Materialuntersuchungen.
Weitere mögliche Integrationen in EBSD, DIC, AFM, µ-Raman-Spektroskopie
Kontrolle der Umgebungsbedingungen
DDer Nanoindenter ASA bietet eine Reihe von Optionen zur Kontrolle der Umgebungsbedingungen, um Materialien unter verschiedenen Bedingungen zu testen:
Temperaturmodule 400°C, 800°C und 1000°C mit einer Einstellgenauigkeit von höher als 0,1°C
LTM CRYO für Temperaturen bis zu -150°C
Messzelle für relative Luftfeuchtigkeit im Bereich von 5 - 95% und Temp. bis 70°C steuerbar
Flüssigkeitszelle: z.B. Biomaterialien im hydratisierten Zustand, Hydrogele oder tribologische Wechselwirkungen bewerten
Wie zuverlässig ist das Mapping bei heterogenen Werkstoffen?
Durch die hohe Punktdichte lassen sich Mehrphasenbereiche, Grenzflächen und Gradienten sicher erfassen.
Die statistische Absicherung über Tausende Punkte minimiert Ausreißer; Plausibilitäten werden über Bilddokumentation
und optional 3D-Topografien untermauert.
Welche In-situ-Setups werden unterstützt?
Der Nanoindenter ASA ist für In-situ-Messungen im REM (SEM), unter dem Lichtmikroskop und an Synchrotron-Strahllinien
(inkl. XRD) ausgelegt. Ergänzend sind Integrationen wie EBSD, DIC, AFM oder µ-Raman möglich.
Kann ich unter Temperatur, Feuchte oder in Flüssigkeit prüfen?
Ja. Temperaturmodule bis 1000 °C, LTM CRYO bis −150 °C, eine Feuchtezelle (5–95 % r. F., bis 70 °C) sowie eine Flüssigkeitszelle
stehen zur Verfügung. Damit lassen sich realitätsnahe Bedingungen nachbilden.